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Sie ist eine richtige „Power-Frau“. Und sie hat fast immer gute Laune – ihr Markenzeichen ist ein ansteckendes Lachen: Hannelore Brenner, eine der erfolgreichsten Sportreiterinnen der Welt. In ihrer wahrlich beeindruckenden Erfolgsliste stehen zum Beispiel zwei Goldmedaillen und eine Silbermedaille bei den Paralympics in Hongkong, Gold, fünf Mal Silber, dazu Bronze bei Weltmeisterschaften, zweimal Gold und dreimal Silber bei Europameisterschaften und seit 2002 sieben Mal in Folge Deutsche Meisterin. Das Bemerkenswerte: Hannelore Brenner ist seit einem Reitunfall 1986 inkomplett querschnittsgelähmt.
Schon mit 12 Jahren begann sie mit dem Reiten und war vor ihrem Unfall Vielseitigkeitsreiterin. Bei den Landesmeisterschaften in Luhmühlen stürzte sie am drittletzten Hindernis, und ihr Pferd begrub sie unter sich. Schon bald nach dem Unfall begann sie aus therapeutischen Gründen wieder mit dem Reiten und war jahrelang, wie sie selbst sagt, „Hobbyreiterin“. Ende der Neunziger wurde Hanne Brenner dann vom Ehrgeiz gepackt, und sie ritt wieder Turniere. Der internationale Durchbruch war der Gewinn der Weltmeisterschaft in Grade III, der – bisherige – Höhepunkt ihrer Karriere die drei Medaillen in Hongkong mit ihrer mittlerweile 15-jährigen Hannoveraner Stute „Women of the World“.
Die 46-jährige Diplom-Betriebswirtin arbeitet heute bei Lotto Rheinland-Pfalz in Mainz. Geboren in Lüneburg, studierte das „Nordlicht“ in Heidelberg und blieb nach ihrem Abschluss im Süden. Das Lebensmotto der begeisterten Tiefsee-Taucherin lautet: „Behindert ist nur der, der sich selbst behindert“.
Weiter sagt Hannelore Brenner: „Ich habe rundum das Gefühl, wirklich vollständig als Behinderte in unserer Gesellschaft integriert zu sein. Dafür spricht auch mein mir sehr wichtiger Freundeskreis, der aus Behinderten und aus Nichtbehinderten besteht. Ich bin der Überzeugung, dass Integration bei den Betroffenen selbst beginnt – nur so können die Nichtbehinderten die Hemmschwelle überwinden.“ Interessant ist, dass sie von sich behauptet, nicht mehr mit der „Hannelore Brenner vor dem Unfall“ tauschen zu wollen.
Dass die Para-Equestrians beim Mannheimer Maimarkt-Turnier seit acht Jahren voll integriert sind, ist Hannelore Brenner zu verdanken. Sie bearbeitete Peter Hofmann immer wieder und leistete wichtige Überzeugungsarbeit, bis der Präsident des Reiter-Verein Mannheim 2003 die Prüfungen für behinderte Sportreiter erstmals ins Programm nahm. „Die Leistungen dieser Sportlerinnen und Sportler sind beeindruckend und ihre Einstellung bewundernswert“, sagt der Turnierorganisator. 2010 ist Mannheim erste Sichtung der „Paras“ für die Weltreiterspiele im Herbst in Lexington (USA). Dort will Hannelore Brenner ihrer Erfolgsgeschichte ein weiteres Kapitel hinzufügen.
Größte Erfolge
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